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 Monday, 6. February 2012
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Ein RIESEN Land

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Endlose Weiten
Ich hab es ja schon öfter geschrieben, aber ich muss es noch einmal wiederholen ... Argentinien ist ein unglaublich großes Land und noch dazu flach wie ein Schachbrett. Außer ein paar Hügeln bei Cordoba und zwischen La Rioja und Tucumán, gibt es hier nur noch die Anden. Das "nur" ist natürlich zu relativieren. Bei unserer Reise von Buenos Aires nach Mendoza bewegten wir uns nämlich von einem Extrem zum Anderen, von der endlosen Pampa, die bis Mendoza auf 1100 Km Distanz nur um 700 m ansteigt, bis an den Rand der Anden, die in diesem Bereich den höchsten Berg Amerikas, den Aconcagua mit 6980 m, beherbergen.


Die Vermesser, die die Straßenabschnitte durch diese Pampa vermessen mussten, hatten weniger das Problem, dass sie viele Kurven einmessen mussten, sondern mehr, dass sie keine Fernziele hatten. 20 Km ohne jegliche Kurve sind hier keine Seltenheit. Die Kurven sind dann deutlich markiert und eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 oder gar 40 Km/h lässt einen erst einmal auf den Tacho blicken ... 140 Km/h ... uuups ... schnell auf die Bremse ... nach der zweiten Kurve steigt man dann nicht mehr auf die Bremse bei 140, denn die Kurven ließen sich auch mit 160 locker fahren. Polizeikontrollen werden auch lange vorher angekündigt und beschränken sich auf Ausweiskontrolle und nette Worte :-) ... so reist man also dahin und merkt nicht nur auf der Karte, dass man eigentlich kaum vom Fleck kommt. Wir Österreicher sind ja daran gewohnt, dass man kaum einmal 200 Km fährt und dann schon keinen mehr versteht. Das passiert einem hier nicht.

Nach 12 Stunden Fahrt kamen wir etwas gerädert  - und nach den ersten 200 Km auch nicht mehr sehr interessanten, etwas monotonen Landschaft - in Mendoza an und wurden von Heike und Sebastián - der kurzfristig seinen Schlaf unterbrach - empfangen.

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Am Weg zum Aconcagua
Nach einem Ruhetag für Mama und Papa - und auch mich, denn ich bin in den letzten 4 Tagen länger in Bussen und Autos gesessen als die beiden - ging die Reise dann weiter zum anderen Extrem dieses Landes, dem Aconcagua. Natürlich sahen wir den Gipfel nur aus der Ferne in etwa 3000 Höhenmetern. Der Blick darauf war aber dennoch beeindruckend. Weniger wegen seiner Schönheit als vielmehr wegen dem Wissen, dass es bis zum Gipfel noch immer fast 4000 m sind. Meine Bewunderung für alle, die da hinauf kommen. Ich muss ja (zu meiner physischen Schande) eingestehen, dass ich nach der Behsteigung des Großglockners auf der Franz-Josefs-Höhe schon höhenkrank wurde und die liegt nur auf knapp 3000 m :-( Dieser Berg, der nun vor uns lag ist also vermutlich jenseits von meinen Bergsteigerkünsten.)

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Puente del Inca
Auf der Rückfahrt nach Mendoza, besichtigten wir noch die Puente del Inca, eine Naturbrücke, fast ausschließlich aus Schwefel, die über einen kleinen Bach führt. Die Brücke ist unter der Eisdecke während der letzten Eiszeit entstanden. Damals hat es hier auch kräftig gedampft und geraucht. Der Schwefeldampf wurde vom Eis rasch abgekühlt und bildete an dieser Stelle eine beeindruckende Brücke. Anfang des 20. Jahrhunderts bauten dann einige schlaue Europäer in der Nähe ein Hotel und nutzten die Brücke und die noch immer heißen Quellen für ein Thermalbad. Nach kräftigen Schneefällen und Unwettern und in Folge eines Endrutsches, der Teile der Konstruktion zerstörte hatte, wurde der Betrieb aber 1965 eingestellt. Die Ruinen sind bis heute zu sehen und dienen als weitere Sehenswürdigkeit an diesem Ort.


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