Advertisement ORLANDO presente
  :: Home arrow :: Blog arrow Land ... nichts als Land
 Monday, 6. February 2012
Hauptmenü
:: Home
:: Blog
:: Links
:: Kontakt
:: Über mich|Projekte
:: Photos
:: Reisen
:: Sitemap
:: Projekt Car Sharing
rss.gif
Google AdSense
Land ... nichts als Land

Mendoza wurde 1861 durch ein Erdbeben fast völlig zerstört. Nach dieser Katastrophe handelten die Bewohner oder die Planer der Stadt sehr weitsichtig. Sie schufen große Zwischenräume zwischen den Häuserreihen. Dieser Freiraum wurde neben der Fahrbahn mit breiten, boulevardartigen Gehsteigen und vielen Bäumen gefüllt. Es entstand so viel Raum für Fußgänger und dieser Raum ist bis heute erhalten. Eine Stadt für Fußgänger also, wären da heute nicht die Autofahrer, die nicht viel von Fußgängern halten oder besser gesagt ihnen gegenüber ihre Stärke zeigen müssen.

Wir besichtigten die Stadt dennoch per pedes und begingen einen klassischen Fehler. Wie alle Latinos (und nicht nur diese) fahren auch die Argentinier überallhin mit dem Auto. Wenn in einem Reiseführer erwähnt wird, dass man irgendwohin auch zu Fuß gehen kann, dann bedeutet das nicht, dass man das auch tut. Langer Rede kurzer Sinn ... auf den Cerro de la Gloria (einen Aussichtsberg am Rande der Stadt) geht man nicht zu Fuß, denn der Weg dorthin ist nicht für Fußgänger geplant!

Image
Tanken in einem weiten Land
Nach diesem Tag in Mendoza wagten wir uns wieder in die Weiten des Landes. Das Ziel war Chilecito, ein kleiner Ort in den bereits erwähnten wenigen Bergen, die nicht zur Cordillera der Anden gehören, etwa 500 Km nördlich von Mendoza. Schon bald nach Mendoza verändert sich die Landschaft und wird so, wie sie Jahrtausende vor den Bewässerungen der Mendozinos für den Weinbau auch ausgesehen haben muss: flach und steppenhaft und endlos weit. Wir bewegten uns den ganzen Tag auf der berühmten Ruta 40, die sich vom äußersten Süden Argentiniens bis hoch in den Norden etwa 5000 Km entlang der Anden durch das Land erstreckt. Die Route wird heute touristisch vermarktet und gilt als sehr abenteuerlich. Der Teil, den wir an diesem Tag befuhren, ist wohl eher die Aussnahme ... endlose lange Geraden, alles asfaltiert. Die Landschaft, die uns begleitete, hat allerdings auch seinen Reiz. Die weite Steppe wird immer wieder durch kräftig rot gefärbte Hügel begleitet und auf dem blauen Himmel zeigten sich zur Freude der Fotografen ein paar sehr dekorative Wölkchen. Etwa 200 Km vor unserem Ziel wurde es dann endlich ein wenig spannend. Nach einer längeren Schotterstrecke stahen wir plötzlich vor einem reisenden Bach. Ich konnte endlich meine Erfahrungen aus Island :-) zur praktischen Anwendung bringen: große Steine in hohem Bogen in die Strömung werfen und lauschen, wann sie auf den Untergrund treffen. Als ich nach dem Aufprall der Steine fast noch die Spitzen aus dem Wasser ragen sah, wusste ich, dass hier keine unüberwindbare Barriere vor uns lag. Ich ging also zu Fuß durch das Wasser und klaubte die Steine wieder heraus, weil sie sonst wohl das größte Hindernis dargestellt hätten :-) Naja, für meinen Vater, der am Steuer saß und meine Mutter und Heike, die auch noch im Auto saßen, war es doch der bisherige abenteuerliche Höhepunkt.
Image
Die Cuesta de Miranda
Eine weitere Schotterstraße führte uns durch die Cuesta de Miranda, ein weiteres rot gefärbtes Tal, das bestimmt nur ganz wenige Gäste sieht, führte uns an das Ziel unserer Tagesetappe, zur Finca del Paiman in Chilecito. Auch wenn wir an diesem Tag nicht viel Bewegung hatten, waren wir doch alle sehr erschöpft und freuten uns auf eine Nacht in ruhiger, idyllischer Umgebung. Als wir erfuhren, dass in der Stadt gerade Carneval gefeiert wurde, waren wir froh, dass unsere Unterkunft etwas außerhalb war.


Aufgerufen: 1922

Artikel kommentieren
RSS Kommentare

Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Derzeit ist eine Anmeldung nur durch direkten Kontakt zum Admin möglich.

Powered by AkoComment Tweaked v.1.4.6
All right reserved

Letzte Aktualisierung ( Thursday, 12. July 2007 )
 
< Zurück   Weiter >
 
| Home | Kontakt | Impressum |