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Wir waren zuletzt in Cachi. Von dort aus wollten wir vorbei an Salta bis an den nördlichsten Punkt unsrrer Reise fahren, nach Tilcara, in die Schlucht Quebrada de Humahuaca. Die Fahrt führte uns gleich zu Beginn über einen Pass mit über 3400 m und dann durch eine sehr beeindruckende Schlucht namens Cuesta de Obispo.
 Alpacas im Nebel der Cuesta del Obispo
Beeindruckend freilich hauptsächlich dann, wenn man gute Sicht hat.
Leider hingen die Wolken an diesem Tag weit unter der 2000 m Grenze und
so blieb uns statt der guten Sicht nur eine abenteuerliche Fahrt durch
den Nebel auf einer Schotterstraße, die sich in engen Serpentinen ins
Tal hinunterschlängelte. Noch einen Tag vor unserer Fahrt war die Straße
überhaupt gesperrt, weil durch den Regen Schlamm und Steine den Weg
versperrt hatten. An so mancher Stelle waren die Spuren nicht ganz
beseitigt worden und wir hielten kurz den Atem an, bis wir daran vorbei waren.
In Salta angekommen, wollten wir ein paar Einkäufe erledigen und Geld
wechseln. Der Tagesablauf der Salteños sieht aber zwischen 14:00 und
17:00 eine ausgedehnte Mittagspause vor und so mussten wir
unverricheter Dinge weiterfahren.
Noch vor Sonnenuntergang kamen wir in die Quebrada de Humahuaca, die
bekannt ist für ihre Felsformationen in vielfältigen Farben, und bezogen
unser Quartier in der Hosteria Canto del Viento (Gesang des Windes).
Die Unterkunft würde ich wieder einmal als Tipp weitergeben (www.cantodelviento.com.ar ). Sie wurde
vor 2 Jahren eröffnet und in einem für die Gegend sehr typischen
Baustil aus Felsen, Adobeziegeln und Lehmdach gebaut. Große Glasfenster
und eine moderne Einrichtung stellen gewissermaßen eine Brücke zur
Gegenwart her. Am Abend gab´s wieder einmal Empanadas und Humitas,
traditionelles Essen, das durchaus zu den Delikatessen zu zählen ist.
Am nächsten Tag machten wir uns auf, die Schlucht und ihre Märkte zu
besuchen. Gleich in Tilcara schlugen wir kräftig zu und hatten endlich
Souveniers für die Lieben, die zu Hause bleiben mussten :-) - und
natürlich auch ein paar Kleinigkeiten für uns selbst. Für den Abend
wollten wir nach Maimara, wo besonders schöne Felsformationen zu sehen
sind.  Bunte Felsen in der Quebrada Humahuaca Laut Reiseführer sollte am Abend besonders gutes Licht zum
Fotografien sein und diesmal hatte er damit sogar Recht. Wir machten
uns also auf die Suche nach einem guten Plätzchen und warteten ab, bis
die Sonne in flachem Winkel auf die bunten Felsen strahlte. Schnell
hatten wir einen geeigneten Platz gefunden. Ein Blumenfeld im Vordergrund und direkt dahinter die doch sehr beeindruckenden Felsen.
Die Sonne war schon recht tief und die ersten Fotos wurden geschossen.
Und dann geschah das, was ein mittelmäßiger Alptraum für jeden Fotografen
ist. Nein, die Batterie war es nicht und bei den digitalen Kameras ist
der Speicher auch nicht mehr wirklich das Problem. Es war die Natur,
die uns einen Strich durch die Rechnung machte. Kurz bevor die Sonne
das beste, sanfte Licht auf die Felsen werfen konnte, schob sich eine
Wolke dazwischen und binnen Sekunden war alles vorbei. Die Sonne senkte
sich hinter die Berge und die Felsen verloren für einen weiteren Tag
ihre wunderschönen Farben oder besser gesagt, den Teil, den der Mensch
(Tourist) als so schön empfindet.
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