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 Monday, 6. February 2012
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Viel Salz für wenig Geld

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Viel Wolken und wenig Farbe in der Quebrada Humahuaca
Weil uns die Wolken nun am Abend bereits einen Strich durch die Rechnung machten, wollten wir am nächsten Tag ganz zeitig noch einmal unser Glück versuchen. Noch vor dem Frühstück setzten Papa und ich uns ins Auto und fuhren ein Stück weiter nach Norden, wo sich andere Felsen im Morgenlicht von der besten Seite zeigen sollten. Wir hatten aber wieder kein Glück. Die Sonne ging zwar diesmal auf, die Felsen selbst wurden aber von dicken Wolken verdeckt. Es sollte also nicht sein.

So machten wir uns ohne die "besten" Fotos auf in Richtung Salta, wo wir die nächsten 2 Nächte verbringen wollten. Vorher standen aber noch weitere Höhepunkte der Reise auf dem Programm. Bereits nach wenigen Kilometern durchquerten wir Purmamarca, wo noch einmal Felsen und viele Farben leuchteten. Und dann ging´s hinauf auf über 4000m. Die Straße war diemal asphaltiert und in einem recht guten Zustand, doch bei jeder Kurve wurde die Luft dünner und als ich einmal ausstieg,  um schnell (!) ein paar Fotos zu machen, bekam ich das deutlich zu spüren. Ich kam keuchend wieder zum Auto zurück, als ob ich gerade einen kurzen Sprint zurückgelegt hätte. Bereits wenige Serpentinen nach der Passhöhe sahen wir in der Ferne eine weiße Fläche, die unecht zwischen den Bergen lag, den Salzsee Salinas Grandes. Neben der Größe und der Lage inmitten der argentinischen Puna, sind es vor allem die Menschen, die hier leben, die einen Besuch zu einem einmaligen Erlebnis machen. Der See liegt auf über 3000m und ist der Rest eines Sees, der den Großteil der Puna bedeckt hat.

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Arbeiten mit Gesichtsschutz in der Salzwüste
Heute leben mehrere Quechuagemeinschaften vom Abbau des Salzes. Laut einem Bericht im Geo-Spezial über Argentinien bekommen sie pro Tonne abgebautem Salz 12 Pesos (etwa 3 Euro). Die Lebensbedingungen sind in dieser Höhe extrem. Tagsüber brennt die Sonne ungehindert auf die Köpfe der Arbeiter, nachst sinken die Temperaturen oft unter den Gefrierpunkt. Dazu bläst kräftiger Wind, der feinsten Salzstaub in die Lungen der Menschen treibt. Die Menschen sehen enstprechend alt aus und ihre Lebenserwartung ist weit unter dem Landesschnitt. Kaum jemand wird hier 50 Jahre alt. Ob man hier auch vom "Salz in der Suppe" sprechen kann? Nachdem wir auch hier ein paar Souveniers eingekauft haben - definitiv die lukrativere Einnahmequelle einiger Quechuas hier - durchquerten wir die Puna in Richtung San Antonio de los Cobres.
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Kein Zug mehr zu den Wolken
Hier in der Nähe endete bis vor Kurzem die Fahrt mit dem Tren a los Nubes ("Zug zu den Wolken"), ein Zug, der von Salta aus über die Puna bis nach Chile geführt wurde ... zumindest als Lastenzug. In San Antonio oder besser gesagt beim Viadukt La Polverilla endete die abenteuerliche Fahrt für Passagiere ... oder besser gesagt Touristen. Warum schreibe ich das alles in der Vergangenheit? 2005 streikten die Bremsen des Zuges, als er auf dem Weg zum letzten Viadukt war. Da die Strecke retour von über 4000 m bis knapp über 1000 m steil bergab gegangen wäre, konnte man nicht mehr zurück. Die Passagiere mussten meherer Stunden warten. Neben dem Sauerstoff wegen der Höhe fehlte den Menschen auch Wasser und Essen. Nicht unbedingt das, wofür sie bezahlt hatten :-)

Für die Touristen war dieses Abenteuer nach wenigen Stunden vorbei. Für die Bewohner von San Antonio sah das Ganze aber nicht so gut aus. Der Zug wurde seit dem Versagen der Bremsen nämlich nicht mehr in Betrieb genommen, eine wichtige Einnahmequelle fiel aus ... ersatzlos. Wir wollten das Viadukt auch besuchen und nahmen dafür die Hilfe von Roberto in Anspruch, einem Jungen, der sein Wissen nach der Schule den Touristen anbietet, die jetzt  wie wir per Auto in die Region kommen.

Wir waren an diesem Tag schon wieder sehr lange unterwegs und so machten wir uns nach der Besichtigung des Viadukts ohne Zögern auf nach Salta.


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