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Nun kann man ja sagen, es gibt Dinge, die man nicht beeinflussen oder gar genau planen kann. Ein Kind bekommen - und ich meine da nun die Geburt an sich - ist so eine Sache. Man kann planen, dass man ein Kind will und man kann planen, dass es zu einem ungefähren Zeitpunkt auf die Welt kommt. Dann ist es aber auch schon aus. Geburtstag und -zeitpunkt sind innerhalb einer gewissen Zeitspanne variabel.
Samuel Julián hat uns eines Besseren belehrt ... mit Heikes Hilfe selbstverständlich :-)
Sein Geburtstermin war für Freitag, den 6. Juli 2007, vorrausgesagt. Ich habe also ganz beruhigt noch einen Job angenommen, den ich am 30. Juni beenden sollte. Keinen Tag später, denn es gab ein genaues Abgabedatum und auch keinen Tag früher, wie sich aufgrund des Arbeitspensums sehr schnell herausstellte. Jedes Mal, wenn Heike im Büro anrief, war ich ziemlich (freudig) angespannt. Es gab immer gleich Entwarnung. Am Samstag habe ich dann um 10:00 den entscheidenden Knopf gedrückt und das Projekt damit beendet und um 12:00 haben die Wehen bei Heike begonnen. Die Geschwindigkeit in der Wohnung wurde etwas schneller. Letzte Vorbereitungen wurden getroffen, eine Freundin angerufen, die auf Sebastián aufpassen sollte und dann die Rettung. Im Krankenwagen war der Rhytmus schon bei 2 - 4 Minuten. Wir schafften es also in die Klinik und dort ins Aufnahmezimmer. Dann war die Ruhe aber vorbei. Es dauerte keine halbe Stunde mehr und Samuel war auf die Welt gekommen. Den Kreissal sah er schon von meinen Händen aus. Heike, ich und das gesamte Hebammen- und Ärztinnnen-Team konnten es noch gar nicht fassen. Doch es war alles OK. Samuel ließ einen kräftigen Schrei los und war mitten unter uns.
die Eckdaten:
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Gewicht: 3840 g
Größe: 51 cm
Dunkle Haare, zumindest vorläufig
und selbstverständlich zuckersüß :-)
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Nach 5 Stunden war Heike wieder soweit fit, dass wir - wie geplant - nach Hause fahren konnten. Dort stand die nächste große Aufregung für uns auf dem Programm: Wie wird Sebastián die Ankunft seines kleines Bruders aufnehmen? Wir kamen also in die Wohnung. Heike ging gleich ins Bett und ich wollte die beiden Brüder einander vorstellen. Doch Sebastián wollte zunächst nichts davon wissen. Er nahm Manuela - Vielen DANK an dieser Stelle an dich und Ismail!- bei der Hand und wollte mit ihr wieder auf die Dachterrasse gehen. Ich musste das zur Kenntnis nehmen. Es dauerte aber nicht lange, dann waren alle wieder herunten in der Wohnung und Sebastián näherte sich langsam an Heike und Samuel an. Bald schon gab es auch das erste Bussi für den kleinen Bruder und heute ist er schon ganz heiß drauf alles zu beobachten, was der neue Bewohner so macht.
Der erste Schritt ist also getan. Weitere werden folgen.
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