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... ist ein Schlechter, wenn er im falschen Motor verbrannnt wird. Das musste ich vor wenigen Tagen selbst feststellen. Nein, nein, keine Angst liebe Leser und Leserinnen, es kommt hier nun nicht ein Bericht über die Qualität von Treibstoff. Jeder Treibstoff, und ich meine da auch den, der sich "Biotreibstoff nennt (siehe ältere Einträge dazu) ist nur dann ein Guter, wenn er so sparsam wie nur irgend möglich verbraucht wird. Ich möchte hier aber von meinen letzten Tagen als Autofahrer berichten.
Ich bin ja, wie viele von euch wissen, ein leidenschaftlicher Autofahrer. Ich fahre leidenschaftlich gerne so wenig Kilometer wie möglich mit dem Auto und nutze diese dann für jeden Anfall von Leidenschaft fürs Autofahren aus. Dazu dient mir immer noch mein 27 jähriger Campingbus, den ich seit zwei Jahr nun auch wirklich Oldtimer nennen darf - kurzer Einschub ... ich bin seitdem auch Mitglied im Oldimerclub Bulli, weil mein Versicherunsmann meinte, dass dann meine Versicherung nur noch halb soviel Kosten würde. Dies hat sich nach meinem Beitritt als unrichtig herausgestellt, denn das gilt nur, wenn man auf den selben Namen noch ein zweites Auto versichert hat, wozu mir der gute Mann dann auch geraten hat. Es gibt schon seltsame Menschen. Kann es wirklich sein, dass jemand extra ein zweites Auto anmeldet, damit man für das Erste nur die halbe Versicherung bezahlt. Schlaue Rechner können sich jetzt ausrechnen, dass man damit insgesamt in etwa die Hälfte mehr zahlt, denn man zahlt ja für beide Autos. Ein schlauer Versicherungsvertreter, nicht wahr? Er war übrigens von der Donau-Versicherung.
Aber ich komme vom Thema ab. Ich wollte ja von den letzten Tagen als Autofahrer berichten. Mein geliebtes Fahrzeug verbrachte die letzten Wochen in der Werkstatt und es sah lange so aus, als ob es diese auch nicht mehr verlassen würde. Doch wie das mit geliebten Dingen so ist, irgendwann greift man dann doch wieder tief in die Tasche damit man sie weiter benutzen kann. Am Mittwoch holte ich meinen Camper also aus der Werkstatt und wollte ihn tags darauf auch gleich einmal ausführen. Einer der ersten Wege führte mich natürlich gleich zur Tankstelle. Geliebte kosten eben laufend etwas und der Treibstoff ist ein Teil davon. Die Billigtankstelle lies ich diesmal billig sein und begab mich zu einer Anderen, parkte neben der Zapfsäule und griff nach kurzem Überlegen zum Zapfhahn. Da guter Treibstoff auch teuer ist, wollte ich nur den halben Tank auffüllen. Gesagt getan, der Treibstoff rinnt in den Tank, bei der Hälfte stoppe ich und hänge den Zapfhahn zurück ... steht da Diesel auf dem Schild? Kann nicht sein, oder? Ist aber so. Super 95 wäre richtig gewesen. Ein Schreck durchfährt meine Glieder. Was nun? Nur keine Schwäche zeigen, das kann doch kein Problem sein für meinen guten Oldtimer. Ich starte also zur Kassa und bitte um eine zweite Chance. Die Zapfsäule wird wieder freigegeben und ich fülle den Rest des Tanks mit Super 95 auf. Puuh, dachte ich, hoffentlich merkt mein Motor nichts. Ihr werdet euch jetzt schon auf den Kopf greifen und ihr habt auch allen Grund dazu. Ich mache es auch. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle schreiben, dass es zu diesem Zeitpunkt am Wiedener Gürtel in Wien etwa 38° C im Schatten hatte und ich auch aus diesem Grund schwitzte. Das muss ich zu meiner (einzigen) Entschuldigung sagen. Wer kennt den Rest einer solchen Geschichte? Bitte um Kommentare am Ende des Eintrags, damit ich mich nicht so einsam fühle. Wir fahren also etwa 200 Meter, der Motor stirbt ab, ich schwitze wegen der Hitze und wegen dem, was ich gerade getan habe noch mehr. Doch, was passiert ist kann nicht Ungeschehen gemacht werden. Also rufe ich den Pannendienst. Doch am Telefon werde ich informiert, dass meine Schutzpass-Versicherung, die ich erst vor wenigen Tagen erneuert habe, leider nicht existiert. Die Panne würde mich 140€ kosten, die ich ev. im Nachhinein zuückbekommen könnte. Nach 2 1/2 Stunden in glühender Hitze kam ein sehr netter Herr von AVS und saugte das ganze Benzin-Diesel-Gemisch aus dem Motor. Eine halbe Stunde später konnten wir unsere Reise fortsetzen und fuhren also nach Strasshof um ein Haus (fast) im Grünen anzuschauen.
Am nächsten Tag wollten wir dann nach Wels fahren. Wieder mit em Auto, da ... aber das hat hier jetzt keinen Platz. Der Bus war vollgetankt, diesmal richtig, die Sonne heizte die Umgebung diesmal laut Thermometer auf 39°C auf und einer "gemütlichen" 3-stündigen Autobahnfahrt stand also nichts mehr im Wege. Nach fünfzig Kilometern - wir passierten gerade eine 18 Kilometer lange Baustelle - kracht es plötzlich vor uns und der LKW, der direkt vor uns fuhr, scherte völlig unkontolliert nach links aus. Kurz danach flogen fussballgroße Betonblöcke unter dem Anhänger hervor und mir blieb trotz Vollbremsung nichts anderes übrig als darüber zu rumpeln. Der LKW-Fahren schien seine Reiese fortsetzen zu wollen, also stieg ich auch wieder aufs Gas um wenigstens seine Autonummer notieren zu können. Nach wenigen Meter bog er aber auf die Seite ab und blieb stehen. Das Gleiche taten wir. Etwas zittrig stieg ich aus und machte einen Blick auf meinen Bus. Der LKW-Fahrer tat das gleiche bei seinem Fahrzeug. Da bei mir von Aussen im ersten Moment kein Schaden ersichtlich war, tauschten wir nur unsere Namen aus und setzten unsere Reise fort. Der Bus wird nun wohl wieder in die Werkstatt müssen, um ev. aufgetretene Schäden an der Bodenplatte oder im Inneren durch die Schläge feststellen zu können.
Was ist nun die Konklusio aus diesen 2 Tagen? Autofahren zählt zu den gefährlichsten, teueresten und uneffizientesten Beschäftigungen von uns Menschen. Wir lesen es jeden Tag in der Zeitung, sehen es im Fernsehen und hören es im Radio. Doch wenn wir vor dem Steuer sitzen, dann scheinen wir das einfach zu vergessen. Wir zerstören damit unsere Zukunft sowohl durch den maßlosen Einsatz von natürlichen Ressourcen als auch durch die Gefahr, der wir uns täglich im Verkehr aussetzen. Immer wieder steigen wir mit diesem Bewußtsein in unser Fahrzeug und scheinen einfach zu vergessen, dass es auch ein Morgen geben soll. Ich habe meine Lektion wieder einmal gelernt. Parallel zur Autobahn, auf der ich meine Familie einer völlig unkontrollierten Gefahr ausgesetzt habe, fährt die Bahn und hätte mich sicherer und umweltfreundlicher ans gleich Ziel gebracht. Das klingt nun vielleicht schon etwas polemisch, aber wir haben unsere Zukunft selbst in der Hand. Jeder Tag früher, an dem wir uns aufraffen und diese Verantwortung auch übernehmen ist ein Gewonnener.
PS: nur damit hier keine Missverständnisse entstehen. wenn ich von meinem "geliebten Fahrzeug" spreche, dann nur, weil ich durch den ständigen Einfluss der Werbung zu solchen Gefühlen verleitet werde. Niemals kann ein Fahrzeug wirklich "geliebt" sein!!
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