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Seit 3 Tagen sind wir nun hier in der Karibik. Da wir das erste Mal zu dritt unterwegs sind, waren wir auf vieles gefasst. Kaum etwas davon ist wirklich eingetreten ... Eine Anreise fast wir jede andere also.AEIOU mit einigen neuen Aspekten. Nicht nur, dass ab nun wahrscheinlich eine Person in diesen AEIOUs einiges an Platz einnehmen wird, nein, auch die Form von meinen Reiseberichten wird sich ein wenig ändern. Meine neue Website bietet nämlich endlich die Möglickeit, ein Reisetagebuch gleich online zu erstellen und das nutze ich auch gleich, wenngleich einige von euch vielleicht nun den kleinen CLICK hierher nicht gemacht haben.
OK, keine allzu langen Einleitungen, denn Zeit vor dem Computer ist hier (ganz im kapitalistischen Sinn) kostbar. Ich sitze hier gerade im Capitolio von Havanna und schreibe gegen die Zeit, die konsequent gegen mich spielt. Nach einigen verzweifelten Versuchen mit der Tastatur klar zu kommen, erkannte ich, dass sie auf "französisch" gestellt ist ... wer weiß schon, wo da diverse Zeichen sind. Zuerst also einmal Tatstur umstellen und dann gleich auf deutsch, dann sind die Umlaute auch so schön richtig ... man muss sie nur immer finden :-) ... und dann kam auch schon die erste Unterbrechung. Der kleine wollte sich nicht mehr alleine beschäftigen. Nun ist ein tag vergangen und ich schreibe dort weiter, wo ich gestern aufgehört habe. Ich wollte über die Anreise schreiben. Sie war eigentlich nur für Heike und mich wirklich aufregend. Die Koffer waren gepoackt, das Taxi war für 3:45 Uhr bestellt und wir konnten geruhsam schlafen gehen. Doch um 22:00 läutet plötzlich mein Telefon und die Dame von AirPortDrivers sagt mir, dass sie gerade bemerkt hat, dass sie gar keine Taxis hat ... ich hab mich genauso gewundert, wie ihr jetzt vielleicht, aber genau das waren ihre Worte. Gleich danach hat sie sich natärlich korrigiert und erklärt, dass sie für uns keine Taxi hat ... :-) ... also ein anderes Taxi bestellen und das hat dann auch geklappt. Den ersten Flug nach Amsterdam hat Sebastián dann verschlafen und somit super bewältigt. Für uns war damit auch die größte Aufregung vorbei und der Urlaub konnte beginnen. In Amsterdam hatte wir dann die erste Verspätung, aber ... wie gesagt ... es war ja schon Urlaub. Zu unsrer großen Überraschung sind wir dann doch fast pünktlich in Havanna angekommen und wurden von herrlicher Hitze begrüßt :-) ... 27°C und ein leichter Wind, dazu Sonne und Sozialismus, was will man mehr. Die Unterkunft war schnell erreicht und wir waren so richtig entspannt. Sebastián (damit ich den nicht vergesse) war super entspannt. Ich denke, der hat auch schon etwas Nomadenblut von uns mitbekommen :-) Am Montag begann dann Heikes Tagung und Sebastián und ich eroberten die Stadt. Die Tagung findet im Capitolio von Habana statt, ein durchaus präsentabler Ort. von unserer Unterkunft geht man nur 5 Minuten dorthin und so sind Sebastián und ich auch schon Stammgäste. Nach 2 tagen haben wir auch einen Lift entdeckt und müssen nicht mehr über die Hauptstiege emporklettern. Der Ausweis, den wir für die Zeit der Tagung bekommen haben, öffnet uns nahezu alle Türen. Dazu ein Lächeln von Sebsatián und nichts steht mehr im Wege. Wir haben ja vorher schon von der Kinderfreundlichkeit hier gehört, aber was wir erleben, das übertrifft alles.
Interessant ist auch wieder der Umgang mit Geld. Anstatt der US-Dollar, die wir vor 2 Jahren brauchten, um einzukaufen, gibt es nun den Peso Convertible (CUC), der ca. 1: 1 zum Euro steht. Daneben gibt es auch noch den normalen Peso im Verhältnis 1:24 zum Convertible. Den kann man allerdings kaum irgendwo brauchen, denn das, was man als Tourist kaufen darf, das gibt es nur in (CUC). Das interessante daran ist, dass es diese Dinge auch für Kubaner nur in CUC gibt. Es handelt sich hierbei allerdings keineswegs um Luxusgüter, sondern im alltägliche Dinge wie Trinkwasser und Seife. Ich habs bis heute nicht begriffen, wie das funktioniert. Der Monatslohn der Leute hier ist etwa 20$ pro Monat. 1 1/2 Liter Wasser kosten 1 CUC. Bisher konnte mir keiner erklären, wie das geht. Die einzige Erklärung, die ich habe ist, dass die Menschen hier Quellen haben, die für uns einfach nicht sichtbar sind und natürlich die Lebensmittelkarten, die eine gewisse Basis darstellen. So, und weil ich ja schon angekündigt habe, dass in den Berichten eine Person einen besonderen Platz einnehmen wird, kommt jetzt noch ein wenig ueber unseren Sebastián. Der hat das Reisen in die Wiege gelegt bekommen. Den Flug hat er mit links genommen, Start und Landung einfach durchgeschlafen. Dazwischen hat er sich mit den anderen passagieren unterhalten und war die meiste Zeit recht froehlich. Hier angekommen ging das einfach so weiter. Die Zeitumstellung schien ihn gar nicht erst zu beruehren. Nur einmal wollte er von 2-3 in der Frueh nicht schlafen, aber sonst ... wie zuhause. .... meine Zeit hier ist leider schon wieder vorbei und darum ..... Unterbrechung hier und ein vertroesten auf spaeter.  Diese Eintragung ins Tagebuch braucht nun schon mehr als eine Woche und ich hab es noch immer nicht geschafft, einen Schlusssatz zu verfassen. Daher halte ich mich nun nicht mehr laenger mit Geschichten auf, sondern belasse es bei diesem ¨Schlusssatz¨ und hoffe, dass ich nach unsrer Reise in aller Ruhe von zuhause ein paar zeilen schreiben kann. Habt Spass
Roland Aufgerufen: 1121
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