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Willkommen Buenos Aires! Nach einem sehr relaxten Flug von Madrid nach Buenos Aires hat uns die Stadt sofort in ihren Bann gezogen. Es war nicht so schwer, denn mit ein wenig Lateiamerikaerfahrung und dem Feeling von Südeuropa fällt einem die Orientierung in der Stadt nicht allzu schwer.
Die kurze Reise bis nach Madrid und die anschließende Herbergssuche hat uns ja schon etwas mitgenommen und unsere Erwartungen für die Weiterreise auf ein Minimum reduziert ... OK, es war auch ein wenig ein Spiel, denn ohne große Erwartungen wird man natürlich auch leicht positiv überrascht. Der Flug nach Buenos Aires hatte dann gar nichts an Überraschungen. Sebasti´an hatte zwar seinen eigenen Sitz, aber es gefiel im viel besser zwischen unseren Sitzen. Als ob er gewusst hätte, dass er jetzt viele Stunden nichts anderes zu tun hätte, begann er also fröhlich herumzuklettern. Unterbrechen ließ er sich nur von den Mahlzeiten und einigen Stunden Schlaf. Wir kamen also entsprechend entspannt in Buenos Aires an und atmeten tief lateinamerikanische Luft ein .... hust, hust ... keine Spur von Buena Aire!! Wien erscheint dagegen wie ein Luftkurort.
Die Suche nach einer Herberge funktionierte hier auch perfekt, denn dass wir hier einige Zeit in einem Hostal übernachten werden, hatten wir schon eingeplant und sogesehen auch eine Reservierung gemacht. Um nicht wie in Madrid auf einem Geisterflughafen herumzulaufen (es war wieder bereits 23:00 geworden) nahmen wir auch gleich das erste seriöse Taxi, das uns angeboten wurde - noch bevor wir die Ankunftshalle verlassen hatten. 2 Minuten später mussten wir uns eingestehen, dass die Erfahrung aus Madrid auf Buenos Aires nicht zu übertragen ist. Der Flughafen boomte geradezu vor Leben ... egal, das Taxi brachte uns zu unsrer vollen Zufriedenheit in unser Hostal und wir konnten auch gleich unser Zimmer beziehen.
Ohne weitere Aktivitäten versuchten wir zu schlafen ... doch halt, da war noch das Fenster offen. Ein kurzer Blick, ein ungläubiges Staunen .... das Fenster war zu, der Lärm konnte nicht reduziert werden. Aber es war doch bereits nach Mitternacht? Eine grausame Vorstellung von einer Nacht zwischen Autolärm und Straßenbasar kroch unter unsere Decke. Sebasti´an war´s egal. Er schlief ein und dachte um 5:00 es sei Zeit zum Aufstehen. Ich hatte das Gefühl, als hätte ich die Augen noch gar nicht geschlossen. Da ich sie allerdings beim ersten "aaa ....mama ....aaa" gar nicht aufbekommen wollte, musste ich doch ein paar Stunden Schlaf hinter mir haben.
Der Tag konnte also beginnen und wir machten uns nach einem gemütlichen Frühstück auf die Suche nach einer Herberge für die nächsten Monate. Diese dauerte gar nicht lang, denn bereits am Abend haben wir uns für eine kleine, wenn auch vergleichsweise teure Wohnung in einer netten Gegend, entschieden.
Und jetzt kommt etwas für die Nachbarn in der Weiglgasse:
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Seht ihr das? So sieht ein Teil der Gemeinschaftsterrasse auf unserem Haus aus. Ich hab mir die Dimensionen einmal genauer angesehen. Wenn wir das Gewicht auf die ganze Gemeinschaftsterrasse verteilen, dann können wir es vielleicht sogar umsetzten :-)))
Schade, dass es bei uns seit meiner Abschiedsparty keine Gemeinschaftsterrasse mehr gibt. Aber vielleicht beruhigt unsere Abwesenheit ja unseren "Hausmeister".
Zugegeben, es ist etwas dekadent, aber zu unsrer Verteidigung muss ich sagen, dass wir davon nichts wussten, als wir die Wohnung besichtigt haben. Die Wohnung selbst hat nur etwa 30m² und besteht aus einem Zimmer und dem Bad. Absolut ausreichend für unsere Bedürfnisse, denn der Sommer läutet hier schon kräftig an der Tür und daher werden wir viel Zeit im Freien verbringen. Sebasti´an hat den Pool auch schon für gut und bespielenswert befunden. Er deutet nun ständig auf die Tür und will hinaufgehen.
Zum Abschluss noch ein kleines Stimmungsbild aus der Stadt. Wer Buenos Aires kennt, für den ist das nichts Neues. Die Stadt ist eine Mischung aus modernen Gebäuden und Häusern, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebaut wurden, in einer Zeit in der Argentinien zu den reichsten Ländern der Welt gehört hat. Auch heute erscheint Buenos Aires nicht wirklich arm, aber vor allem an den neueren Gebäuden ist allerdings unschwer zu erkennen, dass die Erhaltung doch teilweise die Möglichkeiten hier übersteigt.
Wir fühlen uns hier gewissermaßen in einem Zwischenland: Der Einfluss Europas ist nicht zu übersehen und auch die lateinamerikanische Lebenslust hinterlässt ihre Spuren. Eine Mischung, die wir als sehr angenehm empfinden. Soweit zumindest der erste Eindruck von unserem neuen Zuhause.
Lasst es euch gut gehen in Österreich und sonstwo auf der Welt und wir freuen uns über Neuigkeiten von euch, selbst wenn sie euch wie pures Alltagsleben erscheinen.
Roland
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