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Für dieses Wochenende galt es nun endlich einmal: "Raus aus Buenos Aires!" ... die Stadt und den Lärm hinter uns lassen, ausspannen, spazieren gehen, lesen ... Und was gibt es dafür schöneres als "Urlaub am Bauernhof".
Eigentlich wollten wir zuerst ja nach Tigre, ins Delta der Flüsse, die in den Rio de la Plata münden. Unsere Planung wurde allerdings wieder einmal auf den letzten Moment rausgeschoben und so mussten wir mangels freier Unterkünfte einfach umplanen. Urlaub am "Bauernhof" war die Alternative ... und es war eine gute Alternative. Eine intensive Suche im Internet nach "Estancias" (so nennt man die Häuser am Land, die für Touristen hergerichtet wurden) führte uns nach Chascomús in die Instancia La Juanita. Das Bild vom Pool am See war einfach zu verlockend und die Preise entsprachen gerade noch unserem Budget. Heike musste Samstag vormittags noch arbeiten und nach einem typischen Dunzendorfer-Samstag-Mittagessen (Spaghetti Bolognese, wie in der Kindheit :-) machten wir uns auf den Weg. Zum ersten Mal nach einem Monat Buenos Aires raus aus der Stadt. Mit dem Bus gings nach Chascomús. Der Bus sollte an einem sehr zentralen Punkt in der Stadt wegfahren. Dort angekommen fanden wir keinerlei Hinweis. Also fragte ich ein paar Polizisten, die hier ihren Dienst (plaudernd, Zigarretten rauchend, SMS schreibend) verrichteten. Die Antwort war kurz und bündig: "Keine Ahnung!" - Heike darauf zu mir: " Na, was hast du erwartet von der Polizei?" .... :-) Ok, den Bus haben wir dann doch gefunden, war auch nicht schwierig, denn er fuhr direkt vor unseren Augen vorbei (und blieb dann anderswo stehen).
 entspannen, entspannen, ...
Nach 2-stündiger Anreise kamen wir auf der Estancia "La Juanita" an und konnten so richtig durchatmen. Sebastián begann gleich einmal die Truthähne zu füttern und den Hund anzubellen und wir wußten, das ist der Ort, den wir gesucht haben. Es waren neben 2 Amerikanern, einige argentinische Familien da. Das Areal war aber so groß, dass sich die Leute darin verloren und wir auch bald einen ruhigen Platz gefunden haben. Liegestuhl her, Beine hoch und ... ok, doch nicht ganz gleich wegpennen ... Sebastián hatte anderes im Kopf. Es gab viel zu viel zu sehen. Schafe, Vögel, Fische, Boote, ... und natürlich Pferde - die haben´s ihm besonders angetan.
Es war in der zwischezeit 5 Uhr nachmittags und uns stand noch ein langer Tag bevor. Der Rhytmus der Argentinier ist etwas anders als unserer ... so bekamen wir dann um 19:00 Kaffee und Kuchen und das Abendessen wurde um 22:00 serviert.
 Bei Sonnenuntergang
Frühstück gabs dann ab neun. Leider war die Nacht dazwischen nicht sehr entspannend. Sebastián hatte Fieber und wollte partout nicht schlafen. Erst um 2:30 in der Früh schliefen wir ein. Wir dachten ja, dass uns die Hähne bereits vor Sonnenaufgang aufwecken würden. Als wir dann aber aus dem Bett krochen, war das Frühstück bereits serviert und die meisten Gäste waren schon munter. Sebastián hat sich also am schnellsten auf den Rhytmus hier eingestellt.
Den Tag verbrachten wir so, wie wir den vorherigen beendet haben ... entspannt auf den Liegestühlen, mit den Fahrrädern durch die Felder wandelnd und essend.
Ein Wochenende nach meinem Geschmack.
Für alle diejenigen, die einmal nach Buenos Aires kommen jedenfalls ein guter Tipp:
Estancia "La Juanita "
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