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Buenos Aires haben wir für´s Erste hinter uns gelassen. Vor uns liegt Patagonien. Das Packen war diesmal nicht so schwierig, denn wir wussten zumindest, dass alles aus der Wohnung raus musste. Wir wussten aber auch ziemlich bald, dass wir nicht alles mitnehmen wollen ... ich will ja eigentlich gar nicht schon wieder über das Packen schreiben, aber das Thema verfolgt mich einfach. Man sollte glauben, dass bei derart vielen Reisen das Packen eine automatisierte Sache ist ...
... so ist es aber nicht. Packen gehört noch immer zu den Dingen, die
mich vom Reisen abhalten würden, wenn ich irgendwann, irgendwo DEN Ort
gefunden habe, an dem ich für immer bleiben möchte :-) ... Bis dahin
werde ich wohl noch oft meine Koffer, Kisten, Rucksäcke, usw. packen.
Heike hat die ganze letzte Woche noch voll arbeiten müssen. Ein
Großteil des Packens blieb also an mir hängen (das ist keine Klage,
sondern eine Beschreibung). Da stand ich also nun vor einer vollen
Wohnung (wenn auch einer Kleinen) und den leeren Taschen und war schon
wieder verloren bei dem Gedanken, dass all die Dinge auch irgendwie
ihren Platz darin finden sollten. Also gleich einmal zur Beruhigung
noch ein Tasche kaufen (ich sollte vielleicht dazu sagen, dass wir
schon eine Tasche gekauft haben, die offiziell nur für das Wagerl von
Sebastián ist) und mit den Dingen beginnen, die vorläufig in Buenos
Aires bleiben. Die Tasche war schnell voll und ich dachte, dass nun der
Rest einfacher wird. Als ich Heike und ich dann aber begannen, die
Koffer zu packen, wurde ich gleich wieder sehr nervös ... das passt nie
alles da rein ... Heikes Zuversicht ("Ich glaub´, ich bin da etwas
optimistischer") konnte mir auch nicht helfen. Im Nu waren die Koffer
voll und uns blieb noch der Rucksack und eine beinahe noch immer volle
Wohnung. Der Rucksack war dann auch gleich voll und so musste
Sebastiáns Wagerl-Tasche eben auch noch ein paar Dinge aufnehmen.
Natürlich gab es auch noch 2 Handgepäcks-Rucksäcke, ein paar kleine
Taschen und Sackerl mit Essen ...
Ok, irgendwie haben wir es also geschafft und konnten ein Taxi rufen
und zum Busbahnhof fahren. Die Notiz auf der Rückseite unseres Tickets
- 15kg Gepäck pro Person - kostete uns nur ein Lächeln und dieses
überzeugte scheinbar auch die Herren von der Buslinie. Wenn ich eines
bei all den Reisen gelernt habe, dann wohl, dass Gepäcklimits eine
Richtlinie, aber kein Gesetz sind. Die kurze Frage, ob das alles meins
sei, parierte ich mit dem Hinweis auf 2 weitere Fahrgäste, die mit
mir unterwegs sind, und einem Lächeln (Sebastián zählt zumindest beim
Gepäck als eigener Passagier) und das überzeugte scheinbar. Hatten alle
anderen Gäste nur ein Gepäcksstück, so wurde bei mir am Ticket der
Platz für die Gepäcksaufkleber eng ... no hay problema ... ein paar
Pesos Trinkgeld und schon wurde das Gepäck im Bus verstaut. Zum Glück
hatte es an diesem Tag nur etwa 28°C und so kam ich nach all der
Schlepperei nur halb durchnässt auf meinen Sitzplatz. Die 20-stündige
Busreise von Buenos Aires nach Bariloche konnte also losgehen.
Sebastián fand gleich in seinen Reiserhytmus und sollte das auch für
die nächsten 20 Stunden bleiben. Die Reise führte uns auf schnurgeraden
Straßen durch die endlosen Weiten der argentinischen Pampa. Die
Temperatur im Bus kühlte langsam ab und wir zogen Schicht um Schicht
mehr Gewand an. Nach 7 Stunden Fahrt brach langsam die Nacht herein und
wir lehnten uns in unsere "semi-cama" (Halbbett) zurück.
Als wir aufwachten waren wir in ... Island ... ich dachte, ich träume
noch. Die Landschaft kam mir so bekannt vor. Kaum Bäume, sanfte
Hügellandschaft und kleinere und größere Seen. Als ob man auf dem Weg
in die Westfjorde wäre. Als wir dann in Bariloche ankamen, passte auch
noch die Temperatur, max. 10°C. Heike konnte meine Freude über diese
Parallelen nicht ganz teilen. Sie meinte nur ganz trocken: "Na dann
kann ich das auch abhaken." Bei der Suche nach einem Taxi wurden uns
dann wieder klar, wieviel Gepäck wir hatten. Der Taxler verweigerte uns
die Mitnahme mit dem ganzen Gepäck. Wir mussten also ein zweites Taxi
für das Gepäck nehmen. Die Wohnung, die wir bereits von Buenos Aires
organisiert hatten (DANKE Willi für den netten Kontakt. Ein Freund von
Gabi überlässt uns für unser Zeit hier seine Wohnung), liegt etwa 4 Km
vom Zentrum entfernt und erinnert mich ein wenig an "Haus Edelweiß" in
Salzburg.
 Blick von unsrer Wohnung auf den See Nahuel Huapi
Soweit ein erster Bericht von der Übersiedelung. Fotos gibt es dann hoffentlich auch bald hier auf der Homepage. Wir sind internetmäßig jetzt nicht mehr sehr gut erreichbar. Falls ihr also etwas dringendes braucht, dann versucht es einfach per Telefon:
---> +54 911 6533 1013 <---
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