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 Monday, 6. February 2012
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Buenos Aires - Bariloche

Buenos Aires haben wir für´s Erste hinter uns gelassen. Vor uns liegt Patagonien. Das Packen war diesmal nicht so schwierig, denn wir wussten zumindest, dass alles aus der Wohnung raus musste. Wir wussten aber auch ziemlich bald, dass wir nicht alles mitnehmen wollen ... ich will ja eigentlich gar nicht schon wieder über das Packen schreiben, aber das Thema verfolgt mich einfach. Man sollte glauben, dass bei derart vielen Reisen das Packen eine automatisierte Sache ist ...

... so ist es aber nicht. Packen gehört noch immer zu den Dingen, die mich vom Reisen abhalten würden, wenn ich irgendwann, irgendwo DEN Ort gefunden habe, an dem ich für immer bleiben möchte :-) ... Bis dahin werde ich wohl noch oft meine Koffer, Kisten, Rucksäcke, usw. packen. Heike hat die ganze letzte Woche noch voll arbeiten müssen. Ein Großteil des Packens blieb also an mir hängen (das ist keine Klage, sondern eine Beschreibung). Da stand ich also nun vor einer vollen Wohnung (wenn auch einer Kleinen) und den leeren Taschen und war schon wieder verloren bei dem Gedanken, dass all die Dinge auch irgendwie ihren Platz darin finden sollten. Also gleich einmal zur Beruhigung noch ein Tasche kaufen (ich sollte vielleicht dazu sagen, dass wir schon eine Tasche gekauft haben, die offiziell nur für das Wagerl von Sebastián ist) und mit den Dingen beginnen, die vorläufig in Buenos Aires bleiben. Die Tasche war schnell voll und ich dachte, dass nun der Rest einfacher wird. Als ich Heike und ich dann aber begannen, die Koffer zu packen, wurde ich gleich wieder sehr nervös ... das passt nie alles da rein ... Heikes Zuversicht ("Ich glaub´, ich bin da etwas optimistischer") konnte mir auch nicht helfen. Im Nu waren die Koffer voll und uns blieb noch der Rucksack und eine beinahe noch immer volle Wohnung. Der Rucksack war dann auch gleich voll und so musste Sebastiáns Wagerl-Tasche eben auch noch ein paar Dinge aufnehmen. Natürlich gab es auch noch 2 Handgepäcks-Rucksäcke, ein paar kleine Taschen und Sackerl mit Essen ...
Ok, irgendwie haben wir es also geschafft und konnten ein Taxi rufen und zum Busbahnhof fahren. Die Notiz auf der Rückseite unseres Tickets - 15kg Gepäck pro Person - kostete uns nur ein Lächeln und dieses überzeugte scheinbar auch die Herren von der Buslinie. Wenn ich eines bei all den Reisen gelernt habe, dann wohl, dass Gepäcklimits eine Richtlinie, aber kein Gesetz sind. Die kurze Frage, ob das alles meins sei, parierte ich mit dem Hinweis auf 2 weitere Fahrgäste, die mit mir unterwegs sind, und einem Lächeln (Sebastián zählt zumindest beim Gepäck als eigener Passagier) und das überzeugte scheinbar. Hatten alle anderen Gäste nur ein Gepäcksstück, so wurde bei mir am Ticket der Platz für die Gepäcksaufkleber eng ... no hay problema ... ein paar Pesos Trinkgeld und schon wurde das Gepäck im Bus verstaut. Zum Glück hatte es an diesem Tag nur etwa 28°C und so kam ich nach all der Schlepperei nur halb durchnässt auf meinen Sitzplatz. Die 20-stündige Busreise von Buenos Aires nach Bariloche konnte also losgehen. Sebastián fand gleich in seinen Reiserhytmus und sollte das auch für die nächsten 20 Stunden bleiben. Die Reise führte uns auf schnurgeraden Straßen durch die endlosen Weiten der argentinischen Pampa. Die Temperatur im Bus kühlte langsam ab und wir zogen Schicht um Schicht mehr Gewand an. Nach 7 Stunden Fahrt brach langsam die Nacht herein und wir lehnten uns in unsere "semi-cama" (Halbbett) zurück. Als wir aufwachten waren wir in ... Island ... ich dachte, ich träume noch. Die Landschaft kam mir so bekannt vor. Kaum Bäume, sanfte Hügellandschaft und kleinere und größere Seen. Als ob man auf dem Weg in die Westfjorde wäre. Als wir dann in Bariloche ankamen, passte auch noch die Temperatur, max. 10°C. Heike konnte meine Freude über diese Parallelen nicht ganz teilen. Sie meinte nur ganz trocken: "Na dann kann ich das auch abhaken." Bei der Suche nach einem Taxi wurden uns dann wieder klar, wieviel Gepäck wir hatten. Der Taxler verweigerte uns die Mitnahme mit dem ganzen Gepäck. Wir mussten also ein zweites Taxi für das Gepäck nehmen. Die Wohnung, die wir bereits von Buenos Aires organisiert hatten (DANKE Willi für den netten Kontakt. Ein Freund von Gabi überlässt uns für unser Zeit hier seine Wohnung), liegt etwa 4 Km vom Zentrum entfernt und erinnert mich ein wenig an "Haus Edelweiß" in Salzburg.

Image
Blick von unsrer Wohnung auf den See Nahuel Huapi
 

Soweit ein erster Bericht von der Übersiedelung. Fotos gibt es dann hoffentlich auch bald hier auf der Homepage. Wir sind internetmäßig jetzt nicht mehr sehr gut erreichbar. Falls ihr also etwas dringendes braucht, dann versucht es einfach per Telefon:

--->  +54 911 6533 1013 <--- 


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Letzte Aktualisierung ( Friday, 22. December 2006 )
 
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