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Ihr befindet euch auf der kleinen, aber feinen privaten Website von Roland Dunzendorfer.
Da ich selbst ein etwas anderes Verständnis von Ordnung, Regelmäßigkeit und Dauerhaftigkeit habe, kann ich nicht garantieren, dass die Seite ordentlich funktioniert, regelmäßig upgedatet wird oder dauerhaft online ist. Die, die sich hierher verloren haben soll das nicht weiter stören. Denn die meisten wissen genau, wonach sie suchen.

Erkundungen in Bariloche
Die letzten Wochen in Bariloche haben wir so ausgiebig genutzt, dass es gar keine Zeit gab, einen Bericht darüber zu schreiben. Warum wir plötzlich die letzten Wochen so ausgiebig genutzt haben, hatte auch seine Gründe.

Bisher bezogen wir unsere Informationen meist von unserer Nachbarin Graciela. Das war auch sehr praktisch, denn sie lebt schon 15 Jahre in Bariloche und kennt die Gegend natürlich. Natürlich waren darunter die großen touristischen Highlights. Wie so oft, gibt es aber noch viel mehr als das. Weil wir aber eben die Information so direkt nebenan hatten, kümmerten wir uns nicht weiter darum. Eines Tages, spazierte ich mit Sebastián in die Stadt und besorgte mir eine Karte von der Gegend und einen Plan der städtischen Buslinien, die ihren Radius auch auf nähere Umgebung ausgedehnt haben. Warum ich das nicht schon früher gemacht habe, kann ich mir auch nicht erklären. Es war wohl einfach nicht die richtige Zeit dafür. Plötzlich eröffnete sich so manches Ausflugsziel, das nun vor allem Sebastián und ich ansteuerten. Heike wollte an ihrer Doktorarbeit weiterarbeiten und blieb also häufig zuhause. Seen, Aussichtsberge, Wasserfälle und noch einmal Seen wurden erkundet. Sebastián konnte nicht genug bekommen vom Steine schmeißen. Sein Vokabular vergrößert sich derzeit ja täglich um einige Worte. "Weit" fand sich auch bald darunter und damit waren die Steine gemeint, die "weit" ins Wasser flogen. Den Ursprung einiger Wörter kennen wir nicht wirklich. Er schnapp sie von überall auf und darunter finden sich auch einige spanische. Einen größeren Ausflug haben wir dann doch noch gemeinsam gemacht. Das Ziel war Puerto Blest und der See Lago Frias. Auch eines der großen Highlights hier, so zumindest die Information. Ich muss gleich vorwegnehmen, dass es zwar echt schön war, aber nach den Erzählungen, die wir bekommen haben, haben uns mehr erwarten lassen. Wir bestiegen also im hafen von Bariloche ein Boot und begaben uns nach Puerto Blest, das an einem Seitenarm des Sees Nahuel Huapi liegt, dem See an dem auch Bariloche liegt. Der Teil des Sees wurde von Gletschern während der letzten Eiszeit geformt und ist daher ein Fjord. Und da ist auch schon das "Problem". Bei all der Reisen, die wir schon gemacht haben, haben wir natürlich auch schon den ein oder anderen Fjord gesehen und dieser hier kann mit Fjorden in Norwegen, Island und Neuseeland eindeutig nicht mithalten. Hier zeigt sich eben schon eine gewisse Sättigung von Attraktionen. In Puerto Blest angekommen folgten wir dem Rat des "Footprint"-Reiseführers und marschierten gleich los in Richtung der Wasserfälle von Cantaros. Der Tip stand im Reiseführer deswegen so drinnen, weil die meisten Gäste vom Schiff zuerst Mittagessen und dann erst losmarschieren zu den Wasserfällen (das Boot hatte 300 Plätze und es war ausgebucht - wie der Marsch zu den Wasserfällen dann aussieht kann man sich vorstellen :-). Unser Footprint ist zwar die neueste Edition, aber 2 Jahre sind hier eine lange Zeit, wenn es um Tourismus geht. Wie ihr ja vielelicht wisst, schlitterte Argentinien 2001 in die tiefste Wirtschaftskrise seiner Geschichte und gerade der Tourismus profitiert jetzt sehr stark von den relativ niedrigen Preisen, die viele Gäste anziehen. Langer Rede kurzer Sinn, seit diesem Sommer gibt es eine zweite Argentur, die die Reise nach Puerto Blest anbietet. Das Programm ist ein wenig anders und so stießen wir nach einer Stunde Marsch durch einen sehr schönen Wald auf eine weitere Reisegruppe Touristen, die gerade zum Wasserfall stürmte. Sie kamen direkt mit dem Boot zur Mündung des Flussen und hatten dann nur noch etwa 15 Minuten zu gehen auf einem Holzsteg mit einigen Stufen. Ihr könnt euch vorstellen, was das bedeutet? Es gab natürlich keine Ausweichstellen :-) Unsere Mittagspause verbrachten wir dann selbst als Objekt der Fotografen.

Von Puerto Frias aus, fuhren wir ein kleines Stück mit einem Bus um dann wieder auf einem Schiff über den Lago Frias zu fahren. Die große Attraktion dieses Sees war leider nicht zu sehen: der Vulkan Tronador. Zu Fotografieren gabs trotzdem genug und bald gibt es auch einige Fotos online.

Ich mach hier aber einmal Schluss, denn die Leute stehen hinter mir schon an ... so ist das, wenn Internet gratis ist. Wir sind übrigens bereits von Bariloche nach Mendoza übersiedelt. Wieder liegt eine Busfahrt von 18 Stunden hinter uns und wieder verlief sie völlig unspektakulär ... zum Glück. Wir sind nun 4 Wochen mit meinen Eltern durch den Norden Argentiniens unterwegs und da gibt es sicher wieder viel zu erzählen. 

 machts gut ...

roland 


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Letzte Aktualisierung ( Monday, 5. February 2007 )
 
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